Derzeit bin ich dabei, meine Büchersammlung in den Keller zu bringen, da dort künftig meine ganze "Star Trek"-Sammlung ausgestellt sein wird. Das lädt dazu ein, die alten Schätzchen nochmal neu zu lesen. Heute daher eine Buchbesprechung zu Q² von Peter David.
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| Cover |
Einleitung
Einer der wenigen
Romane aus der Star Trekreihe, der nicht für Jugendliche geeignet ist.
Viele Gewaltszenen, die bis auf das letzte Detail beschrieben werden,
machen diese Geschichte kaputt. Wenn man die Folge Q² aus dem Fernsehen
kennt, wird beim Lesen des Romans feststellen, dass man fast zwei
unterschiedliche Geschichten vor sich hat.
Der Autor, hat bereits viel
Bände geschrieben in der Star Trekreihe und bis jetzt immer mit Erfolg;
dieses Mal ist Phantasie wohl mit ihm durchgegangen und der Roman gilt
für mich als misslungen. Die vielen Handlungstränge die ständig wechseln
und die dem Leser verwirren, machen es nicht gerade leicht sich auf das
Buch zu konzentrieren.
Buchdaten/Autor.Der Roman kommt, wie
immer, vom Heyne Verlag und kostet etwa 6,50 €. ISBN ist 3-453-14909-2
und die Seriennummer der Star Trekreihe ist 06/5445. Der Autor Peter
David schreibt schon lange Romane für die Star Trekreihe und Titel wie
Planet der Waffen, Imzadi, Die Belagerung und Worfs erstes Abenteuer,
stammen aus seiner Feder. Bis jetzt fand ich alle seine Romane ganz in
Ordnung, aber jetzt muss ich einfach sagen, das ihm sein Werk misslungen
ist.
InhaltWenn wir anfangen zu lesen, stellen wir fest, dass wir
an einer, uns unbekannten, Enterprise sind. Der Captain ist jetzt
erster Offizier und sein, längst toter Kumpel Crusher, ist jetzt sein
Vorgesetzter.
Irgendwann, taucht dann Q und sein Sohn Trelane auf,
zur Vereinfachung hier Q² genannt, und das Drama an Bord der Enterprise
nimmt seinen Lauf. Mittlerweile kennen wir Q als Witzbold, der ständig
Streiche spielt auf anderer Leute kosten, aber im Grunde genommen ist es
nur eine harmlose Kreatur, die seine Langeweile an der Enterprisecrew
auslässt. Q² ist ganz anders als sein Vater; er ist böse und gemein und
sich seiner Einzigartigkeit im Universum bewusst. Er führ sich auf wie
ein pubertierendes Ekel und versucht alle an Bord der Enterprise, und im
restlichen Universum, seinen Willen auf zu zwingen. Sogar sein Vater Q
verzweifelt an das vernichtende und tödliche Benehmen seines Sohnes und
unterliegt diesem sogar in einem Machtkampf zwischen Vater und Sohn.
Meine Gedanken zum Roman
Die
Geschichte ist durchaus lustig an manchen Stellen und so müssen wir
lesen, das die Sicherheitsoffizierin Yar eine sexuelle Begegnung hat mit
dem Androiden Data. Wer diese Personagen kennt, kann sich lebhaft
vorstellen, das dies eine sehr amüsante Situation ist; nie im Leben
hätten Yar und Data sich auf so etwas wie Sex eingelassen. Auch die Ehe
zwischen dem Sicherheitschef Worf und der Counselerin Troi, wird dem
Leser unterhalten und man könnte sich sogar vorstellen, das dieses Paar
auch in der Realität, außerhalb des Q - Kontinuums, sich vermählen
können würde.
Leider geht viel vom Witz des Romans verloren durch die,
extrem, detailliert beschriebenen Passagen in dem es sich um Tod und
Gewalt handelt; jeder Kenner der Star Trekmaterie wird sich wundern und
sich fragen, welcher Teufel denn bloß den Autoren dieses Mal geritten
hat. Auch die ständig wechselnden Geschichten in der Geschichte werden
die Geduld des Lesers strapazieren. Wer sich überhaupt nicht auskennt
mit den Geschichten und Folgen dieser Serie, wird hoffnungslos
überfordert sein und den Roman ganz schnell zur Seite legen.
EmpfehlungPeter
David hat es geschafft einen Roman zu schreiben, der wirklich nur für
die absoluten Fans von Star Trek geeignet ist. Wer sich nicht auskennt
und nur ab und zu in der Serie reinschaut oder reinließt, wird von
diesem Roman sehr enttäuscht sein. Nein, Peter David hat diesmal keinen
Roman geschrieben, der auf die Prinzipien der Star Fleet beruht und ich
möchte ihn eigentlich nicht weiter empfehlen. Sogar sehr belesene
Trekkies, wie ich, werden enttäuscht sein.
Copyright I.M. Liska - dieser Bericht erschien auch bei ciao.de und stammt aus meiner Feder.